Boell.Lab – kreativ : campus

Der Hauptsitz der Heinrich-Böll-Stiftung befindet sich auf einem ringsum begrünten Grundstück, zwischen dem Boros Bunker und dem Park vor dem Deutschen Theater.
Die solitäre Lage des Körpers in ebener Fläche unterstützt die offene Identität der Stiftung. Das Gebäude steht zurückgesetzt von der Reinhardtstraße, von wo die meisten Besucher und Nutzer sich nähern. Die vorgelagerten grünen Flächen wirken im Außenraum eher vernachlässigt, sind für den bestehenden Innenraum jedoch von hoher Bedeutung.
Der Erweiterungsbau ordnet sich dem Bestand unter und besteht aus einem hohen vertikalen Riegel und einem in den Boden eingelassenen Quader mit quadratischer Grundfläche.
Der vertikale Riegel nimmt durch die Aufnahme der Geschosshöhen, Ausrichtung und Formsprache klaren Bezug zum Hauptgebäude und gliedert das Grün in den Parkbereich vor dem Deutschen Theater und einem Vorplatz des Böll Ensembles.
Der Park wird entlang seiner Längsseiten gerahmt, der Vorplatz wird über Eck bespielt und geht auf der anderen Seite in den Straßenraum über.
In den Fluchten des Riegels senkt sich der Vorplatz um ein Geschoss ab und erweitert den öffentlichen Raum um eine neue Ebene.
In dieser Ebene verortet sich der flache Quader. Dadurch entsteht auf der neuen öffentlichen Ebene ein Dialog zwischen den Erweiterungsbauten, der die Sichtbezüge zwischen Hauptgebäude und Straßenraum nicht unterbricht. Auf dem Dach des Quaders entsteht ein städtischer Platz auf Straßenebene mit starken Bezügen zur umgebenden Bebauung.
In den quadratischen Körper schneidet ein Patio, der auf Straßenebene eine intuitive Wegführung zum Bestandsgebäude schafft und das Volumen im Inneren belichtet und strukturiert.
Durch die Erweiterung entsteht auf dem Grundstück eine städtebauliche Choreografie im Außenraum, die als Grundlage für die Programmatik der Volumen dient:
Der Haupteingang des Stiftungssitzes verlagert sich auf die gegenüberliegende Seite, die Eingangsgeste wird durch die weite Auskragung und die Wegführung unterstützt. Der ehemalige Haupteingang ordnet sich unter und der große Eingangsbereich dient als Ausstellungsfläche. In den übrigen Geschossen bleibt das Hauptgebäude in seiner Nutzung unverändert.
Der vertikale Riegel adaptiert in seiner Programmatik die vertikale Zonierung des Bestands. In den unteren Geschossen (UG – 1. OG) befinden sich die öffentlichen Funktionen Café, Auditorium, Foyer, Seminarraum und multifunktionaler Veranstaltungsraum. In den oberen Geschossen befinden sich privatere Arbeitsräume, die mit einer offenen Struktur ein fließendes Raumgefühl mit starkem Außenbezug schaffen.
Der flache Quader ist als Einraum zu verstehen. Er beinhaltet ein innovatives, vielseitiges und flexibles Arbeitslabor mit inspirierender Atmosphäre, mitten im Stadtraum. Durch die abgesenkte Lage entsteht eine vom Stadtraum isolierte, konzentrierte und zugleich inspirierende Atmosphäre. Er bietet die Möglichkeit für offene Teambesprechungen, private Dialoge in eingestellten mobilen Boxen, gemeinsames Kochen in der Küche, sowie den Raum für vielseitige Veranstaltungen.
Der Hauptsitz der Heinrich-Böll-Stiftung befindet sich auf einem ringsum begrünten Grundstück, zwischen dem Boros Bunker und dem Park vor dem Deutschen Theater.
Die solitäre Lage des Körpers in ebener Fläche unterstützt die offene Identität der Stiftung. Das Gebäude steht zurückgesetzt von der Reinhardtstraße, von wo die meisten Besucher und Nutzer sich nähern. Die vorgelagerten grünen Flächen wirken im Außenraum eher vernachlässigt, sind für den bestehenden Innenraum jedoch von hoher Bedeutung.
Der Erweiterungsbau ordnet sich dem Bestand unter und besteht aus einem hohen vertikalen Riegel und einem in den Boden eingelassenen Quader mit quadratischer Grundfläche.